Projektidee

Brasilien

Einführung eines elektronischen Pre-Arrival-
Zollabfertigungssystems

Serbien

Geplante Zusammenarbeit hin zu einem
integrierten Risiko-Management-System

Indonesien

Über uns

Grenzüberschreitender Handel ist ein Motor für wirtschaftliche Entwicklung. Der Abbau von Handelshemmnissen liegt daher im gemeinsamen Interesse von Wirtschaft und Regierungen. Barrieren wie komplizierte Zollvorschriften und intransparente Verfahren treffen viele Entwicklungs- und Schwellenländer besonders hart. Hinzu kommen hohe Transaktionskosten, die der einheimischen Wirtschaft den Zugang zu globalen Märkten erschweren. Für internationale Unternehmen bestehen daher nur geringe Anreize, in ein Land mit nachteiligem Handels- und Investitionsklima zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen.

Um den internationalen Warenverkehr transparenter und einfacher zu gestalten, schlossen die Mitgliedsstaaten der Welthandelsorganisation (WTO) 2013 ein Abkommen über handelserleichternde Maßnahmen ab. Die Initiative hat enormes Potenzial: Die weltweiten Handelskosten können dadurch um 12,5 bis 17,5 % gesenkt werden, mit entsprechend positiven Effekten auf Beschäftigung und die Bekämpfung von Armut.

Damit dies gelingt, kommt es auf eine enge Zusammenarbeit von Politik und Wirtschaft an. In der Allianz für Handelserleichterungen arbeiten daher Unternehmen, Verbände und Regierungsinstitutionen aus Deutschland und Partnerländern gemeinsam an der Umsetzung des WTO-Abkommens über Handelserleichterungen. Dabei verbinden wir Ziele der Entwicklungszusammenarbeit mit den Interessen der Wirtschaft.

In Projekten der Allianz werden der zeitliche und finanzielle Aufwand für Zollverfahren und Warenverkehr messbar reduziert. Von der Senkung der Transaktionskosten profitieren nicht nur internationale Handelspartner, sondern insbesondere die Partnerländer selbst. Lokale Zulieferer werden gestärkt und in globale Lieferketten eingebunden. So gibt die Allianz auch Impulse für die Entwicklung neuer Märkte. Sie leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur Umsetzung des WTO-Abkommens über Handelserleichterungen und der Agenda 2030.

Informationen zu unseren Projekten finden Sie hier.

Vor Ort in Deutschland und Partnerländern

In der Allianz schließen sich Regierungsinstitutionen, Unternehmen und Verbände auf nationaler und globaler Ebene zusammen um sich gemeinschaftlich auszutauschen und nachhaltige Veränderungen voranzutreiben.

Zur technischen Umsetzung von Handelserleichterungen in konkreten Projekten kooperieren die beteiligten Partner in nationalen Komitees für Handelserleichterungen oder projektspezifischer Arbeits- und Steuerungsgruppen. Die deutschen Partner kommen zu halbjährlichen Arbeitstreffen zusammen und ein repräsentatives Steuerungskomitee agiert als Botschafter für die Allianz in Deutschland. Auf diese Weise bündeln die Partner sowohl in Deutschland als auch in den Projektländern ihre Ressourcen, schaffen ein globales Netzwerk, und setzen gemeinsam Impulse zu bestehenden und neuen Projekten der Allianz.

Beitrag von Unternehmen und Verbänden

Deutsche, internationale und lokal ansässige Unternehmen bringen sich aktiv in die Arbeit der Allianz ein. Mit Blick auf ihre Wertschöpfungsketten und Kunden benennen sie ihre Herausforderungen im Warenhandel, initiieren neue Projekte oder schließen sich bestehenden an. Dabei bringen sie ihre weitreichende Expertise und andere wichtige Ressourcen ein und kooperieren mit den beteiligten Regierungen.

Die Unternehmensverbände in Deutschland und den Partnerländern vertreten in der Allianz die Interessen ihrer breiten Basis an Mitgliedern, insbesondere der kleinen und mittelständischen Unternehmen. Sie mobilisieren ihre Mitgliedsunternehmen und nutzen ihre Veranstaltungen, Medien und Netzwerke zur Unterstützung der Ziele der Allianz.

Beitrag von Regierungen

Die deutsche Bundesregierung bringt sich im Rahmen ihrer Zuständigkeiten in die Allianz ein. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) übernimmt im Rahmen seines Mandates für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit die politische Steuerung der Allianz. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) bildet die Brücke zur Welthandelsorganisation (WTO), insbesondere durch die Unterrichtung des zuständigen WTO-Ausschusses über die erzielten Ergebnisse der Allianz.

Die Regierungen der Projektländer beschließen, welchen Aufgaben sich die Allianz widmet. Sie können im Rahmen des WTO-Abkommens über Handelserleichterungen ihre Kooperationsbereitschaft an Deutschland melden und Projekte auf den Weg bringen. Innerhalb der Projekte sind die Regierungen vor Ort die Hauptträger der Reformen und stellen entscheidende Ressourcen. Je nach Projektfokus beteiligen sich die Ministerien für Handel und Finanzen sowie Zoll- und andere Grenzbehörden an der Umsetzung.

Rolle der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Als Dienstleister der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung ist die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sowohl in Deutschland als auch in den Partnerländern vor Ort aktiv und bringt Know-how zur Planung, Steuerung und Umsetzung von Reformprojekten ein. Ihr weltumspannendes Netzwerk bildet die Basis für erfolgreiche Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Team

Unser Team ist in Deutschland und den Projektländern aktiv.

Mattia Wegmann

Programmleiter
Standort: Deutschland
E-Mail: mattia.wegmann@giz.de

Philipp Kruschel

Leitung der Geschäftsstelle
Standort: Deutschland
E-Mail: philipp.kruschel@giz.de

Dr. Ruth Hoekstra

Projektmanagerin
Standort: Deutschland
E-Mail: ruth.hoekstra@giz.de

Gordian Frey

Projektmanager
Standort: Deutschland
E-Mail: gordian.frey@giz.de