Projekt „Digitizing Global Maritime Trade“ gestartet

Das Projekt zielt darauf ab, die Kosten des Seehandels zu senken, indem der Zugang von Zollverwaltungen zu Vorabinformationen über die Fracht verbessert und die Effizienz von Zollabfertigungsprozessen gesteigert wird.

Juni 2020

Das Projekt „Digitizing Global Maritime Trade“ (DGMT) ist nach Bewilligung durch das develoPPP-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) am 15. Juni 2020 angelaufen.

Das Projekt hat folgende Ziele

  • Effizienzsteigerung im internationalen Transportdokumentationsprozess,
  • Reduktion von Zeit und Kosten im Seehandel für Importeure und Exporteure,
  • Optimierung der Risikomanagementprozesse durch einen verbesserten digitalen Zugang des Zolls zu Vorabinformationen über die Seefracht.

Das DGMT-Projekt wird eine Spezialanwendung zur Datenintegration namens ASYHUB implementieren, die derzeit durch UNCTAD‘s Zollreform- und Automatisierungsprogramm (ASYCUDA) entwickelt wird. Geplante Pilotländer sind Kambodscha und Sri Lanka. ASYHUB soll einen nahtlosen Austausch von Frachtdaten zwischen dem Zollsystem eines Landes und verschiedenen Handelsdatenanbietern ermöglichen.

Im weiteren Verlauf werden Anbieter von Handelsdaten sowie Akteure der Handelsgemeinschaft ermutigt und eingeladen, sich dem Projekt anzuschließen. Die Plattform TradeLens ist bereits als Projektpartner engagiert und stellt Seefrachtdaten zur Verfügung, um die Datenintegration mit ASYHUB zu testen. Nach den Pilotanwendungen in Sri Lanka und Kambodscha werden Erfahrungen ausgetauscht, um den Ansatz auf weitere Länder auszuweiten.

Eine digitale Zukunft für fortschreitende Entwicklung

Die im Voraus bereitgestellten Daten zur Seefracht werden es Zollverwaltungen ermöglichen, Risikoanalysen früher durchzuführen. Auf dieser Basis können sie bestimmen, welche Fracht zu kontrollieren und welche bei Ankunft freizugeben ist. Dies soll schließlich die Transitzeiten für Unternehmen verkürzen. Verkürzte Transit- und Wartezeiten führen erwartungsgemäß zu steigenden Handelsvolumina und tragen zur Steigerung des BIP sowie der Schaffung von Arbeitsplätzen bei.

Die Ergebnisse des DGMT-Projekts werden es jedem ASYCUDA-anwendenden Land und jedem Datenanbieter ermöglichen, Daten zu Handel auf jeglichem Transportweg – Luft, Wasser oder Land – auszutauschen. Dies wird potenziell enorme Auswirkungen auf Zeit und Kosten im internationalen Handel haben.

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