Ukraine

Vereinfachung von Zollprozessen und -dokumenten

  • Partner-Projekt

  • Status: Projekt in Umsetzung

Das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Handel (MEDT) treibt die Reformierung von Handelsformalitäten voran, um Firmen schnelleren, unkomplizierten Handel in der Ukraine zu ermöglichen. Das Projekt unterstützt die Vereinfachung des grenzüberschreitenden Handels, einschließlich der Vereinheitlichung der Dokumentenanforderung sowie die Akzeptanz von digitalen Dokumenten bei der Zollabfertigung.

HERAUSFORDERUNG

Die Ukraine hat erhebliche Fortschritte in der Reformierung des allgemeinen Geschäftsklimas gemacht. Im Jahr 2016 trat das Land dem Assoziierungsabkommen mit der EU (‚Deep and Comprehensive Free Trade Area‘) bei und hat seitdem Maßnahmen umgesetzt, um ihre Handelsprozesse an internationale Standards anzupassen. Das Land demonstriert das Bestreben, die Bedingungen für den Handel weiter zu verbessern und die Integration in die globalen Märkte zu beschleunigen. Die Modernisierung der ukrainischen Regierungsinstitutionen sowie die Optimierung interner und externer Prozesse trägt dazu bei, schnellere, kostengünstigere und transparente Import- und Exportverfahren zu etablieren und dadurch positive Effekte für Händler*innen, insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen, zu erzielen.

WAS WIR TUN

Das Projekt zielt darauf ab, die folgenden fünf handelsrelevanten Prozesse zu vereinfachen:

  1. Anforderungen an die Zolldokumentation: Die Akzeptanz von elektronischen Dokumenten und Kopien anstelle von Originaldokumenten bei Importverfahren fördern.
  2. Dokumentationsanforderungen bei der Einfuhr: Einheitliche Anforderungen an die Dokumentation bei Importen an allen Grenzübergängen ermöglichen.
  3. Zollbenachrichtigung für Post- und Kurierdienste: Kommunikations- und Benachrichtigungsprozesse zwischen dem Zoll und den Expresskurieren verbessern.
  4. Transportvereinfachung im Land: Die Nutzung der „Internationalen Vereinbarung über Beförderungsverträge auf Straßen“ (CMR) sowie Digitalisierung von benötigten Transportdokumenten fördern.
  5. Vereinfachung der Kontrolle: Das Risikomanagementverfahren für den Import von Holzverpackungen optimieren.

Um die ausgewählten Handelsprozesse zu vereinfachen und zu optimieren, werden diese mit internationalen Standards, einschließlich bestehender EU-Vorschriften, verglichen und angepasst. Die vereinfachten Prozesse werden komplementär zu den Prioritäten der Regierung umgesetzt. Zum Beispiel werden die Zollanforderungen direkt in die laufende IT-Reform bei der staatlichen Zollbehörde (SCS) eingearbeitet. Um nachhaltige und benutzerfreundliche Lösungen zu erarbeiten und die Beteiligung des Privatsektors am Reformprozess zu gewährleisten, unterstützt das Projekt Arbeitsgruppen zu den ausgewählten Prozessen.

DIE VORTEILE

Das Projekt trägt dazu bei, dass die verantwortlichen staatlichen Institutionen über die regulatorischen Standards und fachlichen Kapazitäten verfügen, um die identifizierten Prozesse nachhaltig umzusetzen:

  • Transparente und einheitliche Import- und Transportanforderungen erleichtern den Handel sowohl für ukrainische als auch für internationale Händler*innen und verbessern somit die allgemeinen Handelsbedingungen.
  • Die aktive Einbindung des Privatsektors, von Verbänden und einzelnen Unternehmen, die ihre Erkenntnisse und Fachwissen einbringen, stellt sicher, dass relevante Handelsprozesse auf eine praktische und benutzerfreundliche Weise verbessert werden.
  • Modernisierung und Digitalisierung der Regierungsbehörden erhöhen die Transparenz und daher Planbarkeit für alle Akteure.
  • Die Optimierung und Digitalisierung von Prozessen führen im Endeffekt zu Zeit- und Kostenersparnissen für Unternehmen.

WIE SIE SICH BETEILIGEN KÖNNEN

Sie arbeiten bei einem Unternehmen mit internationalen Lieferketten? Kontaktieren Sie uns gerne, wenn Sie mehr über das Projekt und die Allianz erfahren möchten.

BEZUG ZUM ABKOMMEN ÜBER HANDELSERLEICHTERUNGEN

Das Projekt trägt zur Umsetzung des folgenden Artikels des WTO Abkommens für Handelserleichterungen bei:

  • Artikel 10.1: Formalitäten und Dokumentationsanforderungen

KONTAKT

Simone Berk
Projektleitung
Simone.berk@giz.de

Kateryna Shmorhun
Projekt-Koordinatorin
kateryna.shmorhun@giz.de

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